Alternativen im Rapsanbau
Raps ist eine der arbeitsintensivsten Kulturen. Untersaaten eröffnen im Rapsanbau neue, innovative Wege, um Pflanzenschutzmittel und Dünger einsparen zu können, die es so auf dem Markt bisher nicht gibt.
- Verbesserung der Stickstoffversorgung und Bodenfruchtbarkeit
- Positive Beeinflussung der Rapspflanzen durch die Symbiose
- Biologische Kontrolle und Ablenkung von Rapsschädlingen
- Nachhaltige, ökologische und wirtschaftliche Lösung

System Opferraps
Opferraps oder engl. auch "Suicide plants" wird gezielt zwischen der Hauptsorte etabliert, um Schädlingen (explizit: dem Rapsglanzkäfer) als Futterpflanze zur Verfügung zu stehen. In der Regel nutzt man hierfür eine sehr früh blühende Sorte, die dann 10 Tage vor der eigentlichen Sorte zur Blüte kommt. Der Rapsglanzkäfer bevorzugt die gelbe Blüte beim Fraß, sodass die Knospe des ertragsbildenen Rapses verschont bleibt. Dies kann in normalen Befallsjahren den Einsatz von Insektiziden in der Blüte ersetzen.

System Opferraps plus Leguminosen abfrierend
In dieser Variante ist zusätzlich zum Opferraps noch eine Leguminosen Mischung ergänzt worden. Hier werden abfrierende Arten eingesetzt wie der Bockshornklee und anderen Leguminosen-Arten. Sie fixieren zum Einen Stickstoff im Herbst und führen auf der anderen Seite zu einer früheren Bedeckung der Erdkrume und haben so Einfluss auf die Unkrautunterdrückung. Zudem wirkt der Bestand optisch inhomogen wodurch der Zuflug von Rapsschädlingen im Herbst reduziert wird. Zudem wird dem Bockshornklee Repellent-Wirkung auf Rapsschädlinge zugeschrieben.

System Opferraps plus Leguminosen winterhart
In dieser Variante sind nicht abfrierende Leguminosen-Arten wie der Steinklee enthalten. Der aufrechte Wuchs verstärkt das inhomogene Bild des Rapsbestandes und wirkt noch zuverlässiger bei der Zuflugbegrenzung der Rapsschädlinge.
Wenn die Pflanze in einem Nährstoffgleichgewicht ist, sinkt der Druck durch Krankheiten und Schädlinge. Ihre Bestände in diesen Zustand zu versetzen ist unsere Vision. Doch die Produktvielfalt ist groß. Zu erkennen, was in Ihrem Fall hilfreich ist, können wir über die Beratung bei den Boden- und Blattanalysen anbieten. In Kombination mit den oben beschriebenen Anbaumöglichkeiten ist dann eine Reduktion des Pflanzenschutz-Einsatzes möglich.
